hotel-and-destination-marketing auf facebook

Home

Kontakt

RSS

Eurac-Studie zur Rentabilität der Beherbergungsbetriebe in Südtirol

Die Europäische Akademie (Eurac) veröffentlicht im Auftrag des Landes eine Studie, die sich der Struktur, den Problemen und Herausforderungen des Südtiroler Beherbergungssektors beschäftigt. Wie die Tageszeitung „Dolomiten“ vor einigen Tagen berichtet, kann sich Südtirol zwar mit hohen Nächtigungszahlen rühmen, jedoch arbeiten viele Betriebe trotz allem nicht rentabel.

Laut der Eurac-Studie ist die Zahl der Beherbergungsbetriebe in Südtirol in den letzten Jahren um 23,6 Prozent gesunken. Vor allem Betriebe aus der Ein- und Zwei-Sterne-Kategorie sind betroffen und verzeichnen eine stetig geringere Auslastung. Landesrat Hans Berger begründet dies unter anderem mit der unklaren Preispolitik, die in Südtirol vorzufinden ist. Diese sollte leistungsorientierter sein, um den gewünschten Platz auf dem touristischen Markt einnehmen zu können. „Wir dürfen uns nicht unter unserem Wert verkaufen“, so der Tourismuslandesrat. Der hohe Stammgästeanteil, auf den der Sektor zählt, hindert viele Betriebe jedoch daran.

Selbstverständlich bringen Stammgäste dem Betrieb Vorteile und dienen der finanziellen Vorausplanung. Andererseits können eben diese auch Innovationen und Preisanpassungen verhindern, da der Stammgast auf „Gewohntes“ baut und bestimmte Vorstellungen seines Urlaubs in Südtirol hat. Der Gastwirt in Südtirol tut sich oftmals schwer, die Balance zwischen Beständigkeit und Innovation zu finden, auch, da er den Stammgast nicht vor den Kopf stoßen will. Dies ist laut Harald Pechlaner, Istitutleiter der Eurac, ein weiterer Grund, warum nicht alle Südtiroler Betriebe rentabel arbeiten. „Gar einige Hotels haben es verabsäumt, kontinuierlich zu investieren. … Dies hat zur Folge, dass die Wettbewerbsfähigkeit sinkt.“, so Pechlaner.

Ein weiterer Punkt, den die Eurac-Studie aufgreift, ist der der Familienbetriebe. Zwar ist es von Vorteil, ein Familienbetrieb zu sein und ein Faktor, der die Wirtschaft in Südtirol ausmacht, jedoch übt die „vorbestimmte“ Unternehmensnachfolge, oftmals hohe Verschuldung und das passive Investitionsverhalten sowie negative Wirtschaftsprognosen Druck auf die Hoteliers aus. Berger äußerst sich dazu wie folgt: „Heute sind den Hoteliers angesichts der ewigen Zweckbindung die Hände gebunden. Es wäre an der Zeit, diese rigiden Vorgaben zu lockern, da es nicht Sinn macht, Betriebe ohne Überzeugung und Perspektive weiterzuführen. Wenn eine Generation keine Motivation und Freude an der Tätigkeit findet, wenn Auslastung und Wertschöpfung fehlen, dann kommt ein Ausstieg in manchen Fällen auch dem gesamten Sektor zugute.“

Teilen


3 Comments to “Eurac-Studie zur Rentabilität der Beherbergungsbetriebe in Südtirol”

  1. Die Studie gibts wo zum Download?

Leave a Comment

Diese Webseite verwendet Profilierungs-Cookies von Dritten, um Ihnen Werbemitteilungen anzuzeigen, die Ihren Vorlieben entsprechen. Wenn Sie mehr darüber erfahren oder die Verwendung von Cookies unterbinden möchten, klicken Sie bitte hier. Klicken Sie hingegen auf irgendein anderes Element dieser Webseite und NICHT auf den obenstehenden Link, so stimmen Sie der Verwendung der Cookies automatisch zu.
OK
zur Webseite Schließen